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Rosen pflanzen

Der richtige Standort

Bevor mit dem Pflanzen der Rosen begonnen wird, muss erst einmal der richtige Standort ausgewählt werden. Das ist gar nicht so einfach. Rosen mögen weder Zugluft noch umbaute Ecken, wo gar kein Wind hinkommt. Schattenplätze begünstigen Krankheiten, genauso wie allzu sonnige Lagen. Der Boden sollte nicht zu schwer sein, aber auch nicht zu trocken. Am besten ist ein tiefgründiger, lockerer Boden, der Wasser gut aufnimmt, ohne es zu stauen. Sandböden, die den Rosen wenig Nährstoffe bieten, sind eher ungeeignet. Gleiches gilt für allzu steinige oder flachgründige Böden. Lehmige Böden sind oft zu feucht, so dass Pilzkrankheiten gefördert werden. Wer jedoch den Boden vorher gut bearbeitet, genügend Humus und andere Nährstoffe einarbeitet, kann genauso unter eher ungünstigen Bedingungen Rosen im Garten ansiedeln.

Vorbehandlung des Bodens

Rosen werden in der Regel im Herbst gepflanzt. Die Beete jedoch sollten schon im Sommer hergerichtet werden, damit der Boden bis zur Pflanzung noch sacken kann und der Rose damit genug stabilen Untergrund bietet. Sonst besteht die Gefahr, dass die Rose im Winter erfriert. Lehmige oder sandige Böden werden spatentief umgegraben. Beim Umgraben können gleichzeitig Nährstoffe eingearbeitet werden. Dazu gehören gut verrotteter Stalldung und/oder Kompost. Zur Düngung auf Vorrat empfiehlt sich zusätzlich das Untermischen von Phosphordünger, auch Thomasmehl genannt. Damit der Boden bis zur Pflanzung schön locker und feucht bleibt, kann eine Schicht Humus darüber gegeben werden. Auch gemähtes Gras, das ohnehin beim Rasenmähen anfällt, erfüllt diesen Zweck.

Die beste Pflanzzeit

Im Grunde können Rosen ab Oktober bis in den April hinein gepflanzt werden. Wichtig ist, dass der Boden nicht gefroren ist. Viele Gärtner pflanzen ihre Rosen im Herbst, denn dann können die Pflanzen noch feine Haarwurzeln ausbilden, bevor die ersten Fröste auftreten. Dieser Vorsprung macht sich im Frühjahr dann bemerkbar. Jedoch sollten Rosen in Gebieten, die im Winter sehr oft von Frösten heimgesucht werden, lieber nicht im Herbst gepflanzt werden. Hier ist es besser, auf das Frühjahr zu warten. Bei der Frühjahrspflanzung kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an. Der Boden darf weder gefroren noch zu nass sein, weil er sich nach dem Pflanzen dann schwer auflockern lässt. Wird es direkt nach dem Pflanzen zu warm, tut das den Rosen ebenfalls nicht gut. Rosen-Hochstämmchen sollten immer im Frühling gepflanzt werden.

Pflanzabstände

Um die Ausbreitung verschiedener Pilzerkrankungen zu vermeiden, ist es wichtig, die Rosen nicht zu dicht zu setzen. Bei den Pflanzabständen kommt es auf die Rosenart an. Rosen, die nur schwach wachsen, können in 30 bis 40 Zentimeter Abstand gepflanzt werden, während wuchsfreudige Arten einen Mindestabstand von 50 Zentimetern benötigen. Rosen-Hochstämmchen brauchen einen Abstand von mindestens einem Meter. Dabei muss auch bedacht werden, dass die Stämme im Winter auf besonderen Schutz angewiesen sind und deshalb genug Platz rund um die Stämme vorhanden sein muss. Rosen, die zu großen Büschen heranwachsen oder Kletterrosen müssen in einem Abstand zwischen zwei und drei Metern gesetzt werden. Vor der Anschaffung und Pflanzung der Rosen ist es wichtig, sich über die Eigenschaften hinsichtlich des Wuchses zu informieren, damit beim Pflanzen dann auch der passende Abstand gewählt werden kann.

Richtiges Pflanzen von Rosen

Rosen werden ungefähr 25 Zentimeter in das Beet hineingesetzt, niemals direkt an den Beetrand. Pro Pflanze müssen nun entsprechend dem jeweiligen Pflanzabstand Löcher gegraben werden. Diese sollten ungefähr 40 Zentimeter tief und 40 Zentimeter breit sein. Mit Komposterde im Pflanzloch wird für ein gutes Wachstum gesorgt. Die Wurzeln sollten beim Hineinsetzen der Pflanze alle nach unten zeigen, keinesfalls nach oben gebogen werden. Die Veredelungsstelle sollte beim Einsetzen ca. fünf Zentimeter im Boden verbleiben. Nach dem Einsetzen der Rosenpflanze kann das Pflanzloch zu zwei Dritteln mit Erde gefüllt werden. Nun wird das Ganze angedrückt und kräftig gewässert. Erst, wenn das ganze Wasser eingesickert ist, kommt die restliche Erde obenauf. Dabei wird die Erde rund 20 Zentimeter hoch angehäufelt. Bei Kletterrosen und Hochstämmen sollte bedacht werden, dass das Pflanzloch noch etwas tiefer ausgehoben wird. Hochstämme müssen zusätzlich abgestützt werden.

Regelmäßiges Gießen nach dem Pflanzen nicht vergessen!

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