Rosenschädlinge
Abwärts- oder aufwärtssteigender Rosentriebbohrer
Bei diesen Schädlingen handelt es sich um Larven der Blattwespe.
Die Wespe legt an den Blattstielen oder an den Triebspitzen der Rosen ihre Eier ab.
Die geschlüpften Larven bohren ein Loch in den Trieb und ernähren sich vom Mark der Rosentriebe.
Wenn Triebe plötzlich welk werden und vertrocknen,
sollten diese einmal genauer unter die Lupe genommen werden.
Die Bohrlöcher sowie Bohrmehl im Bereich des Bohrlochs deuten auf den Rosentriebbohrer hin.
Wenn der Trieb längs aufgeschnitten wird, sind die Fraßgänge deutlich zu erkennen.
Die einzige Möglichkeit der Bekämpfung besteht darin,
die Pflanze bis in die gesunden Teile zurückzuschneiden.
Rosenwickler
Dabei handelt es sich um kleine Raupen, die die Rosenblätter von außen her anfressen und zusammenspinnen.
Bei geringem Befall können die Raupen abgesammelt werden,
ansonsten müssen befallene Pflanzenteile weggeschnitten werden.
Die Rosen können vorbeugend mit Präparaten auf Bacillus-thuringiensis-Basis bespritzt werden.
Blattläuse
Blattläuse kommen bei Rosen recht häufig vor. Hier sind verschiedene Läusearten zu beobachten,
die oft in großer Anzahl auftreten. Es können sowohl grüne als auch rotbraune Läuse ausgemacht werden.
Bei starkem Läusebefall sind die so genannten Schwärzepilze zu sehen,
die durch klebrigen Honigtau entstehen. Die Pflanzenteile können verkümmern.
Stark befallene Stellen sollten abgeschnitten werden.
Zur natürlichen Vorbeugung sollten im Garten läusefressende Nützlinge gefördert werden.
Außerdem ist für einen geeigneten Standort der Rosen zu sorgen.
Blattwanzen
Beim Befall mit Blattwanzen weisen die Blätter gelbe Flecken auf, die sich später braun verfärben.
Die Blätter trocknen aus und brechen teilweise durch, die Triebenden verkümmern.
Bei einem starken Befall ist das Spritzen mit Pyrethrum-Mitteln unvermeidlich.
Rosenzikade
Der Befall mit Rosenzikaden ist vor allem in sehr sonnigen Lagen zu beobachten.
Die Rosenzikaden sind ungefähr drei Millimeter groß und gelbgrün. Sie saugen die Blätter von unten her an.
Die befallenen Blätter zeigen zuerst weiße Sprenkel, später vertrocknen sie und fallen ab.
Rosengallwespe
Die Gallwespe legt im Frühjahr ihre Eier an den jungen Trieben der Rose ab.
Hier bilden sich dann die sogenannten Gallen, die aussehen, als wären sie mit Moos bewachsen.
Anfangs sind diese Gallen meist grün, später können sie ebenso eine gelbe oder rötliche Färbung annehmen.
Der Gärtner spricht hier von so genannten Schlafäpfeln oder Rosenäpfeln.
In den Gallen leben die Larven der Gallwespe, die hierin überwintern und sich im Frühjahr verpuppen.
Nachdem die jungen Gallwespen geschlüpft sind, beginnt der Kreislauf von vorn.
Durch den Befall mit der Rosengallwespe kann das Wachstum der Pflanze beeinträchtigt werden.
Am besten werden die befallenen Pflanzenteile abgeschnitten und vernichtet.
Bürstenhornblattwespe
Die Larven der Bürstenhornblattwespe sind bis zu zwei Zentimeter lang und fressen die Rosenblätter
von den Blatträndern her ab. Zur Vorbeugung sollte ab Mai ein regelmäßiges Absuchen nach Larven stattfinden.
Pflanzenteile, die Eigelege enthalten, sollten zur Vorbeugung abgeschnitten und vernichtet werden.
Da die Larven im Boden überwintern, ist es unerlässlich,
den Boden im Herbst tief umzugraben und vorhandene Larven einzusammeln und zu vernichten.
Spinnmilben
Die Blätter weisen von den Blattadern her gelbe Sprenkel auf.
An der Unterseite des Blattes ist dann meist ein Gespinst zu erkennen,
in dem sich die Milben aufhalten und ihre Eier ablegen.
Nach dem Befall trocknen die Blätter aus und fallen schließlich ab.
Besonders langanhaltende Trockenheit und Hitze begünstigen die Lebensbedingungen für die Spinnmilbe.
Befallene Pflanzenteile müssen abgeschnitten werden.
Um eine bessere Bodenfeuchtigkeit zu erreichen,
sollte der Boden mit Bodendeckern bepflanzt und gemulcht werden.
Eine gute Ernährung der Rosen sorgt dafür, dass die Pflanzen widerstandfähiger werden.
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